Erfolg bei der Bundesgeflügelschau

Telgte – Mit seinen schwarzen Wiener Tümmlern nahm Michael Große Schute an der Bundegeflügelschau in Leipzig teil. Mit einer seiner Tauben stand der Züchter am Ende sogar auf dem Siegerpodest.

Michael Große Schute (r.) hat mit seiner Taube der Rasse Wiener Tümmler bei der Bundesgeflügelschau den Deutschen Meistertitel beim den Wiener Tümmlern gewonnen und darüber hinaus das zweitbeste Tier der gesamten Schau gestellt. Beim Tragen der Schleifen, des Pokals und des Siegerbandes hilft der Vorsitzende des RGZV Telgte und Umgebung, Klaus Haverkamp.

„Sie ist extrem elegant, hat einen schönen ausdrucksvollen Kopf, perfekte Augen und kann sich gut präsentierten.“ Michael Große Schute gerät ins Schwärmen, wenn er von seiner Taube spricht, mit der er im Dezember bei der Bundes – Geflügelschau in Leipzig als Züchter bei den Tümmler-Tauben Deutscher Meister geworden ist und überdies noch das zweitbeste Tier der gesamten Schau gestellt hat. „Das war schon ein toller Erfolg“, freut sich der Züchter des Rassegeflügelzuchtvereins (RGZV) Telgte und Umgebung.

Glänzendes und schimmerndes Gefieder

Michael Große Schute hat sich der Zucht von Wiener Tümmlern in verschiedenen Farbvarianten verschrieben. Seine Siegertaube ist schwarz mit glänzendem Gefieder, das je nachdem wie das Licht darauf fällt, mal grün und auch mal violett schimmert. „Ich fand schon immer, dass sie ein besonders schönes Tier ist. Dass das die Wertungsrichter auch so gesehen und die Taube mit einem ,vorzüglich‘ bewertet haben, bestätigt meine Einschätzung“, erklärt Michael Große Schute.

Die Siegertaube aus der Zucht von Michael Große Schute Foto: Marion Fenner

Für den RGZV Telgte und Umgebung ist es das erste Mal, dass ein Vereinsmitglied bei der Bundesschau auf dem Treppchen steht. Deutsche Meistertitel bei verschiedenen Geflügelrassen habe es zwar schon gegeben – auch Michael Große Schute war dabei vertreten – aber das zweitbeste Tier der gesamten Schau von insgesamt fast 25.000 Tieren zu stellen und damit die Silbermedaille zu gewinnen, sei schon eine ganz besondere Auszeichnung, betont der Vorsitzende des RGZV, Klaus Haverkamp. In Leipzig war auch Vereinsmitglied Frank Ruppel mit seinen Schweizer Farbentauben in weiß dabei und konnte dort ebenfalls den Deutschen Meistertitel bei dieser Rasse gewinnen.

Tauben gegen Vogelgrippevirus immun

Bei der Bundes-Geflügelschau durften diesmal nur Tauben ausgestellt werden. Grund dafür war die Vogelgrippe. „Tauben sind das einzige Geflügel, dass von diesem Virus nicht befallen wird“, erklärt Michael Große Schute. Er selbst war mit fünf Tieren mit von der Partie. Auch der Bruder der Siegertaube habe sich dort eine gute Bewertung abholen dürfen.

Schon seit Kindesbeinen ist Michael Große Schute Taubenliebhaber. Seit seinem zehnten Lebensjahr züchtet der heute 58-Jährige Wiener Tümmler. Dass auch schwarze Tauben zu seiner Zucht gehören, verdankt er seiner Frau. Ihr hätten immer schon die schwarzen Vögel besonders gut gefallen. 1997 zog die erste Wiener-Tümmler-Taube in die Voliere nach Telgte. Bei einem Urlaub im Bayerischen Wald habe er damals „mit dem Einverständnis meiner Frau“ Kontakt zu einem Züchter dieses Farbschlags aufgenommen und das erste Tier gekauft.

Täuberich sitzt von 11 bis 17 Uhr auf dem Nest

32 Brutpaare sorgen aktuell im Taubenschlag von Michael Große Schute für Nachwuchs. Auch die Championesse, für die in Leipzig sogar die Nationalhymne angestimmt wurde, soll in diesem Jahr Nachwuchs ausbrüten dürfen. Rund zehn Tage nachdem Täubin und Täuberich zusammengesetzt werden, beginne der weibliche Vogel mit dem Eierlegen. In der Regel sind es zwei Eier, die die Eltern gemeinsam ausbrüten. „Ich habe festgestellt, dass der ‚Mann‘ zumeist in der Zeit von 11 bis 17 Uhr auf dem Nest sitzt, danach übernimmt seine Angetraute das Wärmen der Eier“, berichtet der Züchter. Das Füttern der Jungtiere teilten sich die Eltern relativ gerecht auf. Neben Körnern gibt es auch eine sogenannte Kropfmilch für die frisch geschlüpfte Brut. Drei Mal pro Jahr hat ein Taubenpaar Nachwuchs.

„Taubenkinder sind eher hässlich“, sagt Große Schute. Das sei kein Vergleich zu den niedlich flauschigen Hühnerküken. Erst wenn das Federkleid komplett ausgebildet sei, sei ihre wahre Schönheit zu erkennen. Und bei der Siegertaube hat Michael Große Schute schnell erkannt, dass alles so geworden ist, wie sich der Züchter und der
Rassestandard, nach dem die Tiere beurteilt werden, das wünschen. In diesem Jahr darf die schwarze Tümmlerin selbst Nachwuchs großziehen. Und Michael Große Schute hofft, dass sie ihre guten Gene weitervererbt.